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Ein junges Ehepaar kommt in ein Gasthaus und lernt dort einen geheimnisvollen Fremden kennen. Von ihm erfährt man in Rückblenden, dass er ein Grundstück nah am Friedhof gekauft und mit einer hohen Mauer umgeben hat. Als die Ehefrau kurz den Speiseraum verlässt, wird ihr Mann von dem Fremden zum Mitkommen aufgefordert. Sie versucht, seinen Spuren zu folgen, und entdeckt dabei, dass er dem Tod folgen musste.
Die Ehefrau findet beim Tod Einlass: Er führt sie in eine dunkle Halle, in der die Lebenslichter der Menschen brennen, flackern und verlöschen, wenn ihre Stunde gekommen ist. Der Tod erklärt ihr, dass er eigentlich des Tötens überdrüssig ist – doch da auch er Gott Folge leisten muss, kann er nicht anders.
Trotzdem gibt er der Frau eine Möglichkeit, ihren Mann wieder zu bekommen: Sie muss eines von drei Lichtern retten, die gerade am Verlöschen sind. Diese drei Episoden sind orientalisch (Rache der Gläubigen), venezianisch (Mord auf dem Karneval) und chinesisch (kaiserlicher Tyrann). Sie scheitert in allen drei Fällen.
Als letzte Chance bietet der Tod an, ihren Mann zurück ins Leben zu holen, indem sie ihm ein anderes Leben bringt. Die Frau versucht Alte, Elende und Kranke zu überreden, aber keiner will ihr sein noch so erbärmliches Leben schenken.
Zuletzt steht ein Haus in Flammen – die Bewohner flüchten und hinterlassen ein Baby. Sie geht in das brennende Haus und denkt zunächst darüber nach, dieses Kind dem Tod zu überlassen. Doch dann rettet sie es und wird im eigenen Flammentod mit ihrem Geliebten vereint.
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